Night Moves – Can You Really Find Me

In Reviews von Eric

Night Moves pendeln auf ihrem dritten Album mühelos zwischen Retro-Sounds und modernem Pop-Appeal. Die Band der beiden Kreativköpfe John Pelant und Micky Alfano unternimmt auf „Can You Really Find Me“ einen Roadtrip von den US-Südstaaten an die kalifornische Küste und greift dabei die passenden Klänge von Americana bis West-Coast-Pop ab. Aus dieser Melange entstehen so sehnsuchtsvolle wie verwaschene Songs, die eine sommerliche Wärme verströmen.

Gleich der erste Track „Mexico“ evoziert die Perfektion der 1970er Fleetwood Mac, erhält aber zusätzlich eine moderne, schimmernde Popinfusion. Pelants raues, sehnsüchtiges Timbre schickt die Hörer*innen nicht nur in diesem Song auf Reisen. „Keep Me In Mind“ ist ein astreines Country-Stück inklusive Slide-Gitarre und vervielfachten Gesangsspuren. Das folgende „Strands Align“ weist mit seinen funkelnden Synthies in eine andere Richtung und verströmt gar eine Spur Bowie-Glamour. Das sechseinhalbminütige „Ribboned Skies“ bringt Queen und die Beach Boys zusammen, während „Angelina“ wie eine Indieversion eines Dolly-Parton-Stücks klingt.

„Can You Really Find Me“ überzeugt als ergiebige, samtige Sammlung von Songs, auf der Night Moves ihre offensichtlichen Jam-Qualitäten zu eindrücklichen Popstücken bündeln.

Tracklisting

  1. Mexico
  2. Recollections
  3. Keep Me In Mind
  4. Strands Align
  5. Waiting For The Symphony
  6. Ribboned Skies
  7. Coconut Grove
  8. Saving The Dark
  9. Angelina
  10. Can You Really Find Me

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