Moyka – Circles

In Reviews von Eric

Monika Engeseth alias Moyka wuchs zwar in einem beschaulichen norwegischen Tal auf, ihr selbstproduzierter Elektro-Pop ist aber international anschlussfähig und funktioniert in London genauso wie in New York oder Tokio. Dennoch kann man ein paar Attribute auf ihrer Debüt-EP ausmachen, die man mit Norwegen in Verbindung bringt: Kühle, Klarheit, Intensität, Mystik.

„Circles“ beginnt direkt mit Moykas Instant-Hit „Bones“ – ein tanzbarer Synthie-Beat übernimmt unmittelbar, ein paar Cowbells klappern im Hintergrund, aber vor allem ist es die Stimme der Skandinavierin, die in den Bann schlägt: enigmatisch und selbstbewusst, aber gleichzeitig einladend und zugänglich. Zudem noch ein eingängiger Refrain, und fertig ist ein toller Song.

Die folgenden Stücke schaffen es, weite elektronische Landschaften zu entwerfen, mittels verschiedenster Synthesizer-Klängen und elektronischen Beat-Konstruktionen. Textlich beschäftigt sie sich mit dem emotionalen Aufruhr einer 21-Jährigen, bleibt dabei aber vage genug, damit es für viele anschlussfähig bleibt. Auch ihre Musik zielt offensichtlich auf Breitenwirkung mit einem eindeutigen Pop-Bekenntnis, ist aber trotzdem interessant arrangiert und strahlt Coolness aus. Moyka sollte man als hoffnungsvolles Talent auf dem Zettel haben.

Tracklisting

  1. Bones
  2. Colder
  3. All The Things We Forgot
  4. Ride
  5. Circles