Electric Guest – KIN

In Reviews von Eric

Asa Taccone und Matthew Compton sind gut beschäftigt, arbeiten für und mit Musiker*innen wie Portugal. The Man (für deren Single „Feel It Still“ Taccone für einen Grammy nominiert war), Cold War Kids und Carly Rae Jepsen. Ihr Herzensprojekt ist aber die eigene Band Electric Guest, bei der sie die eigene Weltsicht in moderne Popmusik kleiden.

Ihr drittes Album „KIN“ verbindet sonnigen Soul-Groove mit zuckersüßen Hooks und einer knackigen Produktion. Die Texte können durchaus einen subversiven Touch haben, strahlen aber immer eine positive Botschaft aus – siehe das Eröffnungsstück „Dollar“, in dem Taccone singt: „This motherfucker might sue me and that motherfucker might boo me. I keep on going to a better day, all the bitterness can fade away.“ Der Song steht exemplarisch für den geradlinigen, unprätentiösen Popansatz des Duos – Eingängigkeit und catchy Refrains sind Pflicht, um die herum die Ideen gebaut werden. Bei „Dollar“ etwa gesellen sich Bläsersätze zu einem sanften Beat. „More“ geht in eine ähnliche Richtung, gibt aber noch eine Extraschicht Zucker dazu. Die elektronischen Klänge von „Freestyle“ erinnern an Daft Punk zu „Discovery“-Zeiten, bei „I Got The Money“ und „Get Out“ wird geschickt ein Beat mit einer Akustikgitarre gepaart.

Wer innovative, komplizierte Sounds sucht, ist bei „KIN“ sicher falsch. Wer aber gut gemachte Popmusik zu schätzen weiß, die die Hörer*innen trotzdem nicht für dumm verkauft, ist hier genau richtig.

Tracklisting

  1. Dollar
  2. 1 4 Me
  3. More
  4. 24-7
  5. Freestyle
  6. I Got The Money
  7. Basic
  8. Get Out
  9. Play With Me
  10. Birthday
  11. Max It Out

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