Loma – Don’t Shy Away

In Reviews von Eric

Wenn du nach einem emotional fordernden Debütalbum und einer zermürbenden Tournee eigentlich nicht mehr mit deiner Band weitermachen willst, und dich dann Brian Eno im BBC-Radio über den grünen Klee lobt – ja, dann überlegst du es dir mit dem Aufhören nochmal. So passierte es Jonathan Meiburg, Emily Cross und Dan Duszynski alias Loma, die dadurch beschlossen, doch eine zweite LP in Angriff zu nehmen.

Passend zur Entstehungsgeschichte „Don’t Shy Away“ betitelt, greift der Zweitling den Faden von düsteren Balladen seines Vorgängers auf. Die Texte befassen sich mit dem Dreiklang aus Einsamkeit, Vergänglichkeit, Erlösung und werden von Cross mit heller, eindringlicher Stimme vorgetragen. Neben der üblichen Band-Instrumentierung sind Umgebungsaufnahmen wie Insekten und eine knarrende Tür zu hören. Eine basslastige Bläsergruppe verleiht den Songs sowohl Tiefe als auch etwas Mystisches.

In dem insgesamt stimmungsvollen Album stechen das hypnotische „Ocotillo“, das sakrale „Ellipitcal Days“ und das treibende „Given A Sign“ noch ein wenig hervor. Und natürlich das von Edel-Fan Eno selbst produzierte „Homing“, das den reichhaltigsten Klang von allen Tracks besitzt.

Zweifel bei Loma, ob es ein drittes Album geben sollte, sind mit dem starken „Don’t Shy Away“ hoffentlich ausgeräumt.

Tracklisting

  1. I Fix My Gaze
  2. Ocotillo
  3. Half Silences
  4. Elliptical Days
  5. Given A Sign
  6. Thorn
  7. Breaking Waves Like A Stone
  8. Blue Rainbow
  9. Jenny
  10. Don’t Shy Away
  11. Homing

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