Loma – Loma

In Reviews von Eric

Unter dem Namen Loma haben sich Shearwater-Sänger Jonathan Meiburg sowie Emily Cross und Dan Duszynski, die das Duo Cross Record bilden, zusammengefunden. Auf einer gemeinsamen Tour hat sich das Trio so gut kennen und schätzen gelernt, dass daraus eine neue Band erwuchs.

Das selbstbetitelte Debütalbum verschreibt sich vor allem den dunklen Klängen. Dazu trugen sicher auch die Umstände seines Entstehens bei. Die Drei trafen sich zum kreativen Austausch und Songwriting in einem abgelegenen Haus irgendwo in Texas – Isolation als Inspiration, sozusagen. Zusätzlich zerbrach noch die Ehe zwischen Cross und Duszynski während der LP-Entstehung, so dass dieser emotionale Einschnitt Eingang in die Songs fand. Meiburg beschreibt die damalige Atmosphäre als „herausfordernd und inspirierend“. Klingt wie ein Euphemismus, hört man sich allerdings „Loma“ an, muss man ihm zustimmen.

Die kraftvoll-düsteren Balladen zwischen Americana und Post-Punk, die neben Western-Gitarren viel auf elaborierte Percussion und Tribal-Drums sowie Cross‘ eindringliche Stimme setzen. Angereichert werden sie mit Field Recordings und elektronischen Einsprengseln bis hin zu einem Beat, was ihnen sowohl etwas Mystisches als auch etwas Kontemporäres verleiht. Als Vergleiche kommen Pumarosa, Bat For Lashes, Wolf Alice als auch Black Rebel Motorcycle Clubs „Howl“ in Betracht. Dennoch ist Loma durch das Glück der schlechten Umstände etwas sehr Eigenes gelungen.

Tracklisting

  1. Who Is Speaking?
  2. Dark Oscillations
  3. Joy
  4. I Don’t Want Children
  5. Relay Runner
  6. White Glass
  7. Sundogs
  8. Jornada
  9. Shadow Relief
  10. Black Willow

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