Kakkmaddafakka – Ontas?

In Reviews von Eric

Ontas? Das fragten sich im vergangenen Jahr auch Mats Hummels und andere mehr oder weniger prominente Personen, die den Begriff bei Social Media zugeschickt bekamen. Glaubt man den einschlägigen Klatschportalen, ist „Ontas?“ im spanischen Slang eine Anfrage für Gelegenheitssex. Ob die Jungs von Kakkmaddafakka auch solche Anfragen bekamen und deshalb ihre neue EP danach benannten, ist nicht überliefert.

Die Norweger machen in den fünf Songs auch eher den Anschein, Romantiker als Aufreißer zu sein. „Baby, when I got you I don’t need nobody else“, singt Pish Vindenes etwa im Eröffnungsstück. Herzig, oder? Große Lyriker waren die Herren aus Bergen noch nie, aber das tat und tut ihrem pfiffigen Indiepop-Sound keinen Abbruch. Sommerliche Fröhlichkeit, nur mit einem Hauch Melancholie durchsetzt, strahlen die Lieder aus. Das ist dann mal hier ein bisschen mehr Indie-Disco („Baby“, „Moonshine“) und dort ein bisschen mehr italienische Strandbar („Echoes“, „Dream“).

Wie schon mit dem Vorgängeralbum „Diplomacy“ lässt sich auch mit „Ontas?“ von Ambitionen befreit unbeschwert in den Sonnenuntergang schunkeln.

Tracklisting

  1. Baby
  2. Echoes
  3. Dream
  4. Moonshine
  5. Ride

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