Hior Chronik – Out Of The Dust

In Reviews von Martina

In einer Großfamilie kann in der stressigen Vorweihnachtszeit schnell etwas verloren gehen. So wird die Information zum Album von Hior Chronik erst einige Wochen später unterm Teppich vorgekehrt. Schlimm ist es eigentlich nicht, dass die Welt erst im neuen Jahr davon erfährt. Musik ist schließlich nicht für einen bestimmten Zeitpunkt gemacht, sondern für die Ewigkeit. So wie diese hier, in zeitloser Eleganz.

Mit Musik aus Griechenland kommt man nicht alle Tage in Berührung, umso interessanter ist es, was George Papadopoulos auf seinem neuen Album „Out Of The Dust“ klanglich verarbeitet. Es könnte die Unterlage zu einem gefühlvollen Film sein, in dem es nur Schönes mit einem Hauch verträumter Melancholie gibt. Die federleichten Sounds werden aus Elektronik, Piano und Streichern fein zusammengewebt und streifen den Schleier der Schwermut langsam ab.

Nur selten wirkt das Zusammenspiel bedrohlich, obwohl die dunkle Seite der Klassik mit dumpfen Tönen geltend gemacht wird. Die Elektronik schwirrt pulsierend oder mystisch zum wortlosen Klanggebilde. Damit die Stimmung nicht im Moll versinkt, wird die emporsteigende Trübheit der Streichinstrumente stets mit minimalen hellen Pianoklängen aufgelockert. So wie eine kleine blaue Wolke am grauen Himmel leuchtet.

Tracklisting

  1. Whispers From The Surface Of Lake
  2. Cosmos
  3. Black Sea And Red Sky
  4. Stories That Never Been Said
  5. Magnolia
  6. Remember
  7. Foreigner In A Strange World
  8. Nothing Can Replace You
  9. Things You Might See
  10. In A Parallel Universe
  11. Corridor Of Life
  12. That Mistery Again

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