Leyya – Sauna

In Reviews von Eric

Den ganz großen Hype haben Leyya aus Wien im Gegensatz zu ihren österreichischen Kollegen von Bilderbuch und Wanda nicht ausgelöst. Dazu sind sie nicht knallig, nicht exaltiert genug und haben darüber hinaus einen ganz anderen Soundansatz. Dennoch verdient die Musik von Marco Kleebauer und Sophie Lindinger mindestens genauso viel Aufmerksamkeit wie die der genannten Bands.

Das Duo entwickelt auf seinem zweiten Album den gekonnt arrangierten, klug durchdachten Elektropop-Sound seines Debüts „Spanish Disco“ entspannt Richtung Tanzfläche weiter. Wo vorher in filigrane Melodien getauchte Melancholie herrschte, geben sich Leyya auf „Sauna“ nun lässig-funky. „Drumsolo“ erinnert in seinem leicht verspulten Groove an die Ästhetiker von Jungle, „Zoo“ schwebt auf federleichten Synthesizern und einem Bläser-Groove dahin, „The Fall“ schubst den angesagten Alt-R´n´B von Kelela Richtung Strandliege, „Heat“ kann sich auf einen unwiderstehlichen Rhythmus verlassen. Dazu singt Lindinger mit vertrauensvoller Stimme, in die sich ein Schuss Verführung mischt.

Das Wiener Gespann zeigt auf „Sauna“ so viel Substanz, Können und Coolness, dass sich die Aufmerksamkeit ganz alleine einstellen wird, ohne dass sie dem Label des „neuen Austropop“ hinterherlaufen müssten. Leyya sind ihr eigenes Markenzeichen.

Tracklisting

  1. Sauna
  2. Drumsolo
  3. Zoo
  4. Candy
  5. Solitude (I’ve Never Been Fun)
  6. Oh Wow
  7. In Your Head
  8. The Fall
  9. Heat
  10. Never Never
  11. We Did OK
  12. Zoo (Reprise)

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