Gengahr – Where Wildness Grows

In Reviews von Eric

Das britische Quartett Gengahr surfte mit seinem Debütalbum 2015 recht erfolgreich auf der damals aufkommenden Shoegaze/Psychedelic-Revival-Welle. Da diese Welle seitdem sogar noch an Fahrt gewann, gab es für die Londoner wenig Grund, auf dem Nachfolger „Where Wildness Grows“ etwas zu ändern.

Was der Band an Originalität abgeht, gleicht sie zumindest teilweise durch ihre Performance aus. Denn ihr mal psychedelisch-fuzzy, mal verhallt-melodischer Lavalampen-Rock, getränkt mit ein paar Britpop- und Funkanleihen, ist durchaus ansprechend gespielt, wenn auch etwas gleichförmig. Da orgeln die Synthesizer im Hintergrund, Bass und Schlagzeug geben eher träge den Rhythmus vor, und die Gitarren gefallen sich in ihren Reverb-Melodien. Das ebenfalls gerne mit Hall belegte Falsett von Sänger Felix Bushe wirkt dazu mehr einlullend als vitalisierend. Nur bei „Carrion“ und „Burning Air“ greifen Gengahr einmal beherzter in ihre Instrumente und erhöhen das Tempo. Ansonsten herrscht auf „Where Wildness Grows“ (zu) viel Entspannung.

Tracklisting

  1. Before Sunrise
  2. Mallory
  3. Is This How You Love
  4. I’ll Be Waiting
  5. Where Wildness Grows
  6. Blind Truth
  7. Carrion
  8. Burning Air
  9. Left In Space
  10. Pull Over (Now)
  11. Rising Tides
  12. Whole Again

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