Friendly Fires – Inflorescent

In Reviews von Eric

Es ist erstmal eine schöne Nachricht, dass Friendly Fires wieder da sind. Doch kann das Trio acht Jahre nach seinem letzten Album „Pala“, in einer völlig anderen Musiklandschaft, mit seinem Indie-Funk-Disco-Mix auch heute noch reüssieren?

Ein Feature mit Disclosure schon als zweiter Track sorgt für das Andocken an einen angesagten Act und zeigt gleichzeitig, dass sich die Engländer auf „Inflorescent“ so stark in den Dance/Electro-Bereich wagen wollen wie nie zuvor. Dabei gehört „Heaven Let Me In“ gar nicht zu den herausragenden Stücken des Albums. Am besten sind Friendly Fires, wenn sie sich auf ihre Stärken besinnen: Percussions, Disco-Beats, Funk-Gitarren, Style-Council-Soul und Ed Macfarlanes glockenklare Stimme verschmelzen dann zu einem beschwingten Mix, der ein Stillsitzen nicht zulässt. „Silhouttes“ mit seinem Calypso-Einfluss gehört dazu, die ironischen Plastik-Pop-Anspielungen in „Sleeptalking“, das sommerliche „Love Like Waves“ oder das flackernde „Run The Wild Flowers“.

Aber ganz ehrlich: Auf „Inflorescent“ hat die Musikwelt nicht gewartet und es wird Friendly Fires auch nicht zu den oberangesagten Comebackern des Jahres machen. Aber in einer Zeit, in der es scheinbar einen Wettbewerb unter den It-Musiker*innen um die größte Edginess gibt, ist dieser fröhlich-eingängig-tanzbare Sound eine wohltuende Abwechslung.

Tracklisting

  1. Can’t Wait Forever
  2. Heaven Let Me In
  3. Silhouettes
  4. Offline
  5. Sleeptalking
  6. Kiss And Rewind
  7. Love Like Waves
  8. Lack Of Love
  9. Cry Wolf
  10. Almost Midnight
  11. Run The Wild Flowers

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