DMA’s – The Glow

In Reviews von Eric

Mit ihrem schwachen zweiten Album schien der Witz der DMA’s als britpoppigste australische Combo bereits auserzählt. Doch für den Nachfolger war ihnen anscheinend klar, dass das Konzept „Cover-Band mit eigenen Songs“ nicht mehr aufgeht.

„The Glow“ diversifiziert seine Einflüsse, bleibt aber der britischen Insel treu. Madchester Rave, Big Beat und Primal Scream der „Screamadelica“-Ära heißen die offensichtlichen Einflüsse, mit denen Tommy O’Dell, Johnny Took und Matt Mason ihren melodieseligen Sound beleben und aufladen. Dass jetzt ein anderer Wind weht bei dem Trio aus Sydney, macht gleich der Opener klar: „Never Before“ nimmt das Hymnische der Stone Roses und kreuzt es mit der speziellen Mischung aus Akustikgitarren, Percussion und flirrenden Synthies, wie es auf genannter „Screamdelica“ zur Meisterschaft geführt wurde. „Life Is A Game Of Changing“ treibt wie ein Underworld-Track, hat aber einen guten Pop-Twang, „Round & Around“ explodiert Richtung Refrain wie ein Chemical-Brothers-Stück, bevor „Cobracaine“ einen letzten bunten Trip auffährt.

Innovatoren sind DMA’s immer noch nicht, aber trotz seiner Verweise in die Vergangenheit wirkt „The Glow“ viel frischer und diverser als der Vorgänger. Sie machen nicht mehr nur Musik für die besoffenen Typen in den ersten Reihen, sondern jetzt für die ganze Halle.

Tracklisting

  1. Never Before
  2. The Glow
  3. Silver
  4. Life Is A Game Of Changing
  5. Criminals
  6. Strangers
  7. Learning Alive
  8. Hello Girlfriend
  9. Appointment
  10. Round & Around
  11. Cobracaine

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