Deap Lips – Deap Lips

In Reviews von Eric

Angeblich wurde Lindsey Troy zum Fan der Flaming Lips, als sie in einem Plattenladen arbeitete und dort deren Musik entdeckte, also lange bevor sie mit Julie Edwards das Rock-Duo Deap Vally gründete. Für sie ist es nun ein kleiner wahrgewordener Traum, dass aus der Arbeit an einem gemeinsamen Song mit Wayne Coyne und Steven Drozd von den Lips ein ganzes Album geworden ist, das so heißt wie die schlussendlich gemeinsame Band: Deap Lips.

Die bekannten Psych-Pop-Experimente der Flaming Lips werden hier mit den No-Bullshit-Gitarren und -Drums von Deap Vally vermischt, so dass ein verspielter, experimentierfreudiger Sound entsteht. Troy übernimmt dabei das Mikro mit ihrer eigenen, gedehnten Gesangsweise, die gut zu den Songs passt. Der Versuch „Deap Lips“ klappt an einigen Stellen gut, etwa beim Space-Blues-Rock „Home Thru Hell“, beim total reduzierten „Shit Talkin“ oder der schrägen Ballade „Hope Hell High“. Andere Stücke sind leider weniger geglückt: „Motherfuckers Got To Go“ besteht nur aus diesem einen Satz plus ein paar anscheinend zufällig hereinpurzelnden Drum-Computer-Klängen. Auch das Steppenwolf-Cover „The Pusher“ misslingt in seiner SciFi-Wolkigkeit.

Deap Lips haben durchaus Potenzial als Super-Grüppchen, wirken in ihren Ideen aber zu erratisch.

Tracklisting

  1. Home Thru Hell
  2. One Thousand Sisters With Aluminium Foil Calculators
  3. Shit Talkin
  4. Hope Hell High
  5. Motherfuckers Got To Go
  6. Love Is A Mind Control
  7. Wandering Witches
  8. The Pusher
  9. Not A Natural Man
  10. There Is Know Right There Is Know Wrong

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