Orchards – Lovecore

In Reviews von Wolf

Etwas Aufmunterung können wir wahrscheinlich gerade alle vertragen. Wie schön, dass jetzt die Orchards aus Brighton ihr Debutalbum „Lovecore“ herausbringen. Ihre Musik erinnert an ein sommerliches Fangen-Spielen im Obstgarten. Hin- und her ennen, sich hinter Bäumen verstecken, lachen, Purzelbäume schlagen.

In bester Tradition von Dog Is Dead oder Cassia führen sie uns die Sonnenseite der sonst häufig verschnupften britischen Insel vor. Fröhliche Gitarren, sprunghaft wie ein junges Fohlen, treffen auf ein rasendes Schlagzeug, gleich dem Herzschlag eines flüchtenden Hasens. Dass der Gitarrist Dan Fane eigentlich aus einer Metal-Band stammt, überrascht nur im ersten Moment; trotz aller Leichtigkeit in der Musik ist da doch ordentlich Druck auf den Saiten. Sängerin Lucy Evers berichtet dazu (dem Albumtitel entsprechend) vom problematischen Liebesleben in Zeiten, in denen die Selbstdarstellung in sozialen Medien vielen wichtiger ist als die eigene (geistige) Gesundheit. Neben heiteren Hey-Ho-Rufen und Schellenring wird das Math-Rock/Pop-Vergnügen durch einen genüsslich wummernden Bass abgerundet.

Die perfekte Musik, um ausgelassen durch die Wohnung zu tanzen und die hereinfallenden Sonnenstrahlen zu genießen.

Tracklisting

  1. Sincerely Overwhelmed
  2. Burn Alive
  3. Sooner
  4. Girlfriend
  5. Stealing Your Sleep
  6. Magical Thinking
  7. Social Sobriety
  8. Vacancy
  9. Give Me
  10. Luv You 2
  11. History

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