Charlotte Brandi – The Magician

In Reviews von Eric

Auch ohne ihren Schlagzeuger gelingt Charlotte Brandi atmosphärisch dichter Melancholie-Pop. Das erste Soloalbum der Sängerin von Me And My Drummer wirkt jedoch im Vergleich zu ihrer Band klassischer, geschult an alten Jazz-, Soul- und Chanson-Platten. Klang und Instrumentierung sind üppig, aber nicht pompös, die Arrangements sind fein gedrechselt.

Prägendes Instrument und ein verbindendes Element aller Songs ist das Klavier. Das andere ist Brandis Stimme, die an große Damen wie Tori Amos, Kate Bush und St. Vincent erinnert. Beide, also Klavier und Stimme, führen uns zu Chamber-Pop („Veins“), Breitwand-Pop („My Days In The Cell“), Blue-Eyed-Soul („Two Rows“) und Bar-Jazz („Where The Wind Blows“).

„The Magician“ strahlt eine fast unheimliche Stilsicherheit aus, die aber nicht in ihrer Schönheit erstarrt, sondern von Charlotte Brandi durch ihren emotionsgeladenen Gesang zum Leben erweckt wird. Wer braucht da noch einen Schlagzeuger?

Tracklisting

  1. Veins
  2. Defenseless
  3. My Days In The Cell
  4. Two Rows
  5. Jenny In Spirit
  6. Sitting Bull
  7. Aliferous
  8. A Sting
  9. A Word
  10. Where The Wind Blows
  11. New Linen

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