Bayonne – Drastic Measures

In Reviews von Eric

Anders als der Titel glauben lässt, ist auf dem zweiten Album von Roger Sellers alias Bayonne nichts drastisch. Der psychedelische Pop des Mannes aus Austin fließt sanft dahin, nur leicht aufgewirbelt durch die in Wellen kommenden Samples. Diese stammen aus über Jahre gesammelten Field Recordings, die Bayonne elegant miteinander sowie ätherischen Beats und Pianomotiven verwebt. Durch seine Vorliebe für Looping, Layering und Overdubbing erhalten die Stücke auf „Drastic Measures“ Komplexität, werden aber durch ihre Melodieorientierung und eingängige Rhythmen nie zu kompliziert.

Es macht als Hörer viel Spaß, die kleinen Details zu entdecken, die der Texaner im Hintergrund in seine Songs einbaut, die aber den Tracks viel Spannung verleihen: die Marching Drums bei „QA“, den Guiro in „Gift“, die Yacht-Rock-Gitarre in „Kind“. Aber man kann sich von Bayonnes (manchmal zu) makellosem Ambient-Pop auch einfach die Seele massieren lassen.

Tracklisting

  1. QA
  2. Drastic Measures
  3. Same
  4. Gift
  5. Enders
  6. I Know
  7. Kind
  8. Uncertainly Deranged
  9. Abilia
  10. Bothering

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