Albert Luxus – Diebe

In Reviews von Eric

Nach ihrer Bandgründung 2009 nahmen Albert Luxus zwei englischsprachige Alben auf, die eher unter dem Radar blieben. Es folgten der Reset, eine erste deutschsprachige EP im Frühjahr 2018 und nun das Quasi-Debütalbum. Und nach dem Hören von „Diebe“ muss man konstatieren, dass sich der Sprachwechsel von Matthias Albert Sänger (tatsächlich der Sänger der Band) und Andreas Kiwitt gelohnt hat.

Die LP rekurriert sowohl auf die Hamburger Schule als auch auf den neuen, unangestrengten und immer leicht ironischen Indiepop von Von Wegen Lisbeth und Co. Dazu kommen noch clevere, unverbindliche, mehrdeutige Texte, und fertig ist eine ziemlich eingängige, ziemlich erbauliche Indiepop-Platte. Das Kölner Duo punktet außerdem mit kleinen Gimmicks und Finessen, die sie in ihre Songs einbauen – der Retro-Synthesizer in „Socken von Gestern“, der Post-Punk-Bass des Titelstücks oder die Shout-Out-Louds-Gitarren von „Pina“. Es gibt zwar keine aus dem Album herausragende Songs, dennoch wissen Albert Luxus mit ihrem leichthändigen deutschsprachigen Erstling größtenteils zu überzeugen.

Tracklisting

  1. Socken von Gestern
  2. Jacuzzi
  3. Diebe
  4. In den Arm bitte!
  5. Im Schatten noch ein Eis
  6. Pina
  7. Nur drei Meter
  8. Wenn du Wehst
  9. B. Haare
  10. Schmutz von letzter Nacht
  11. Aus anderen Sphären

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