Albert Hammond Jr. – Francis Trouble

In Reviews von Eric

Die Totgeburt seines Zwillingsbruders Francis ist für Albert Hammond Jr. die inhaltliche Klammer seines vierten Albums. Dadurch wird ein ernsterer inhaltlicher Ton gesetzt, auch wenn sich nicht jeder Song mit dem Thema auseinandersetzt. Zu trübsinnig sollte sein Werk aber nicht aufgenommen werden, sagt der Musiker: „Was die Musik aussagt mag ernst sein, aber als Medium sollte sie nicht hinterfragt, analysiert oder zu ernst genommen werden.“

Musikalisch bewegt sich der New Yorker – wie es sich für den Gitarristen von The Strokes gehört – im bekannten Rockkosmos. Wiedererkennungswert haben sicherlich Hammonds Dängelgitarren-Parts, die den Sound seiner Stammkombo prägten. Dazu streut er ein paar interessante Variationen ein. „DvsL“ hat einen Country-Rock-Vibe, „Stop and Go“ klingt nach lässigem West-Coast-AOR, „ScreaMER“ gibt sich glamrockig, „Harder Harder Harder“ erscheint wie eine gepitchte Version eines Neil-Young-Songs.

Hammond lässt auf „Francis Trouble“ immer wieder seine Künste als Gitarrist aufblitzen, ohne dabei zu muckermäßig rüber zu kommen, und zeigt, dass er auch ohne eine mögliche Strokes-Fortsetzung als Musiker gut zurechtkommt.

Tracklisting

  1. DvsL
  2. Far Away Truths
  3. Muted Beatings
  4. Set to Attack
  5. Tea for Two
  6. Stop and Go
  7. ScreaMER
  8. Rocky’s Late Night
  9. Strangers
  10. Harder, Harder, Harder

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