A Tale Of Golden Keys – The Only Thing That’s Real

In Reviews von Eric

Nachdem sie im letzten Jahr den Soundtrack zum Dokumentarfilm „Tyry“ entwarfen, zogen sich A Tale Of Golden Keys in ihr Bandhaus auf dem fränkischen Land zurück, um an ihrem nächsten „richtigen“ Album zu arbeiten.

Mit „The Only Thing That’s Real“ hat das Trio erstmals eine LP in kompletter Eigenregie aufgenommen und produziert. Und diese Freiheit nutzte die Band, um einfach zu machen, was ihr gefällt. Sie legt mit einer schrägen Hymne los, die treibende Gitarren à la Slut mit 90er-Slacker-Indie verbindet. „Hockey Pants“ dreht die Hymnenhaftigkeit mit hüpfenden Synthesizern weiter. „Whirling“ reüssiert als federleichtes Melancholie-Stück, wie man es früher von Roman Fischer kannte, dem die Nürnbergerin Elena Steri als Co-Sängerin zusätzlich Charme verleiht.

Einen Song zur Zeit haben A Tale Of Golden Keys mit „Hostility“ auch im Angebot, in dessen Text heißt es sehr passend: „My head is in quarantine. My heart is taking the fall. I close the door, don’t look outside.“ „Cars“ zeigt, dass ein gutes Gitarrenmotiv auch heute noch ausreicht, ein Stück zu tragen. Und „Wrong“ lässt den vorsichtigen elektronischen Elementen, die vorher zu hören waren, freien Lauf (inkl. Auto-Tune), und verbindet es mit einem elegischen Streicher-Sound.

Die Zusammenstellung des Albums mag erratisch wirken, wird aber durch konzises Songwriting und eine Balance aus schönen Melodien und ungewöhnlichen Ideen zusammengehalten. Da haben A Tale Of Golden Keys etwas Gutes zusammengewerkelt!

Tracklisting

  1. Gin Tonic State Of Mind
  2. Hockey Pants
  3. All Banks Are Dry
  4. Whirling
  5. Hostility
  6. +
  7. Rainbow Melancholy
  8. Cars
  9. No Endodontic Treatment
  10. Wrong
  11. Books

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