Robyn – Sexistential

In Reviews von Eric

Auf ihrem neuen Werk „Sexistential“ klingt Robyn weniger housig als beim siebeneinhalb Jahre zurückliegenden Vorgänger, sondern mehr dunkel-discoid. Dazu verhandelt die Schwedin Themen wie Sexualität, Mutterschaft, Unabhängigkeit und Identität. Aber natürlich alles in tanzbar.

Als Person mittleren Alters, alleinerziehende Mutter und mitten in einer In-vitro-Fertilisation hat man keine Zeit für längere romantische Anbahnung, die Libido gibt den Takt der LP vor: „I’m already ten weeks in maternity. Fuck a single mom, I’m not judgmental“, rappt sie im Titeltrack, dazu pumpt ein tiefer Bass und pulsiert ein Synthie – insgesamt nicht weit weg vom ersten Disclosure-Album. Die Lead-Single „Dopamine“ hat da deutlich mehr Popappeal, auch wenn Robyn über chemische Prozesse im Körper singt. Nur „Light Up“ bietet in Musik und Text so etwas wie Romantik und Sehnsucht: „I’m just trying to be your girl.“

Robyn hat es auf „Sexistential“ eher eilig, weniger als die Hälfte der Tracks liegt oberhalb der dreieinhalb-Minuten-Marke, und das auch nur knapp. Aber das hat simple Gründe: „Button down my shirt, go on make a mess. Make it quick, I´m about to burst.“ Musik für gewisse Stunden.

Tracklisting

  1. Really Real
  2. Dopamine
  3. Blow My Mind
  4. Sucker For Love
  5. It Don’t Mean A Thing
  6. Talk To Me
  7. Sexistential
  8. Light Up
  9. Into The Sun