Yeasayer – Erotic Reruns

In Reviews von Eric

Für mich bezieht sich der Titel des neuen, fünften Yeasayer-Albums „Erotic Reruns“, also erotische Wiederholungen, auf das Debütalbum der Brooklyner Band. So sexy wie auf „All Hour Cymbals“, das 2007 bereits alle kommenden Einflüsse des Indie-Rock von Hippie-Psychedelic über R’n’B bis zu afrikanischen Sounds vorweg nahm, klang das Trio nie mehr – jedenfalls nicht bis jetzt. Und auch wenn „Erotic Reruns“ das Visionäre des Debüts fehlt, so schafft die LP es doch, die Klang-Erotik des Erstlings zu wiederholen.

Yeasayer vereinen darauf makellos-zugänglichen Elektropop mit ihrer bekannten Weirdness, die aber kanalisiert wird in psychedelische Einflüsse, Bläser-Einsprengsel, afrikanische Rhythmen, Folk-Gitarren und 80ies-Synthesizer, gekrönt von Chris Keatings scharfem, exaltierten Gesang. Inhaltlich reflektiert die Band die dunklen (gesellschafts-)politischen Zeiten in den USA und der Welt – mal süffisant, mal hämisch, mal empathisch.

„Erotic Reruns“ macht viel Spaß, auch wenn einem bei mancher scharfzüngigen Textzeile das Lächeln vergeht. Doch so spielfreudig und ohne kakophonischen Klimbim wie hier hat man Yeasayer lange nicht mehr erlebt.

Tracklisting

  1. People I Loved
  2. Ecstatic Baby
  3. Crack A Smile
  4. Blue Skies Dandelions
  5. Let Me Listen In On You
  6. I’ll Kiss You Tonight
  7. 24 – Hour Hateful Live!
  8. Ohm Death
  9. Fluttering In The Floodlights

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