Weakened Friends – Common Blah

In Reviews von Eric

Das Debütalbum von Weakened Friends bietet einen nostalgischen rohen 90er-Rocksound (denke: frühe Weezer und Foo Fighters, Hole und etwas Grunge), mit dem sich viele Über-30-Jährige sicher mit einem wohligen Seufzer identifizieren können. Passenderweise spielt sogar J Mascis im Song „Hate Mail“ Gitarre. Doch all dies ist nur die Kulisse für den Auftritt von Gitarristin/Sängerin Sonia Sturino, die „Common Blah“ den besonderen Kick gibt. Die Texte über ungute Beziehungen und ständige Selbstzweifel werden durch ihren kompromisslosen Gesangsvortrag zu einem Ereignis.

Sturino singt mit einer physisch spürbaren Kraft in der Stimme, irgendwo zwischen Courtney Love, Karen O und einer superangepissten Courtney Barnett. Sie betont jede Zeile mit Nachdruck und endet oft mit einem guturallen Rollen oder einem quiekenden Heulen. Auch den ein oder anderen Schrei gönnt sie sich. Dieser emotional mitreißende Vortrag überdeckt auch die bekannten Muster der Songs, auch wenn man ihnen Dynamik und Energie nicht absprechen kann. Doch die Stücke des Trios aus Portland/Maine klingen alle schon sehr ähnlich. Aber Sonia Sturino hat so viel Power und Präsenz, dass man Weakened Friends am Ende nicht widerstehen will.

Tracklisting

  1. Peel
  2. Waste
  3. Blue Again
  4. Early
  5. Hate Mail
  6. Aches
  7. Common Blah
  8. Younger
  9. Not Doing Good
  10. Good Friend

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