Vonheim – In The Deep

In Reviews von Wolf

Vor fünf Jahren trafen sich fünf Musiker aus verschiedenen nordnorwegischen Bands, um ein neues gemeinsames Projekt zu starten: Vonheim. Nach der ersten, eher stadionrockigen, Platte zogen sie sich für eine Weile in ihre gewohnten Besetzungen zurück. Nun steht der Nachfolger auf dem Programm.

Der Opener „In The Deep“ brettert am Anfang ziemlich theatralisch rein, doch dann gelangt man in ruhigere Gefilde, die stilistisch an Supergrass’ 2005er Album „Road To Rouen“ erinnern. Sanfte akustische Gitarren spielen zu shufflender Snare, und Sänger Erlend Vesteraas erzählt Geschichten vom Weiterkommen. Im Sinne von persönlichen Entwicklungen, oder auch einfach nur durch die norwegische Wildnis. Eine leicht melancholische Reisemusik, die die Weite des nordischen Landes spürbar macht.

Mit „Dark Night of The Soul“ wird es etwas rockiger und erinnert an die früheren Songs der Band (oder auch die Neuseeländer von The Phoenix Foundation), und der darauf folgende, etwas schnulzige Titel „This is It“ würde witzigerweise auch gut ins Repertoire der Strokes passen.

Dabei schwebt über allem eine Idee von Radiohead, mal die Gitarre, mal Gesang, aber nie wirklich so konkret, dass der Gedanke an Nachahmung aufkommen würde. Ein gelungener Zweitling auf dem die Band in eine vielversprechende Richtung geht.

Tracklisting

  1. In The Deep
  2. Moving On
  3. Fragile (All Alone)
  4. Weatcoast
  5. The Dark Night Of The Soul
  6. This Is It
  7. Philippe Petit
  8. My Darkest Side
  9. New Memorial Day

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