Vök – Figure

In Reviews von Eric

Vök hat nicht die Bedeutung des ähnlich klingenden englischen Wortes mit den vier Buchstaben. Vielmehr heißt es so viel wie Loch im Eis. Weiß man das, liegt auch die Heimat des Trios nahe: Island. Und weiß man das, liegt auch nahe, dass die Band keine schlechte Musik macht.

Mit ihrem emotional aufgeladenen Elektropop erweisen sich Vök auf ihrem Debütalbum „Figure“ als sehr stilsicher. Ob sie nun mit R´n´B-Anleihen spielen wie Little Dragon („Breaking Bones“), Radiopop clever und deep weiterentwickeln wie Maggie Rogers („Show Me“), von ihrer Verletzlichkeit künden wie Banks („Don’t Let Me Go“), oder ein Piano in Leerstellen fahren lassen wie James Blake („Hiding“), das Trio hat seine Hausaufgaben in kontemporärer, international kompatibler und kredibiler Popmusik gemacht. Die zwischen Existenzialismus und Verträumtheit changierende Stimme von Sängerin Margrét Rán verleiht den Stücken dazu die Extraportion Gefühl.

Das Eisloch im Namen ist allerdings nicht nachzuvollziehen. Denn „Figure“ pulsiert eher warm wie ein tropischer Fluss.

Tracklisting

  1. Breaking Bones
  2. BTO
  3. Figure
  4. Polar
  5. Floating
  6. Don’t Let Me Go
  7. Show Me
  8. Crime
  9. Lightning Storm
  10. Hiding

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