The Screenshots – 2 Millionen Umsatz mit einer einfachen Idee

In Reviews von Wolf

Als die Screenshots vor drei Jahren plötzlich auftauchten, war alles, was man von ihnen wusste, dass sie Paint bedienen können. Denn mehr Information als ein in diesem Programm erstelltes Bild gab es über sie nicht. Trotzdem (oder gerade deshalb?) haben Kritik und Publikum sie sofort ins Herz geschlossen. Kein Wunder; füllen sie doch endlich die Lücke, die Tocotronic nach ihrem Umzug nach Berlin hinterlassen haben. Wirkliche Erkenntnisse über die Protagonisten hinter dem Bandkonstrukt gibt es immer noch nicht. Inzwischen aber immerhin echte Gesichter und eine neue Platte.

Diese großen Tocotronic-Ansprüche können sie auf der neuen LP nur bedingt erfüllen, aber ein Ausflug in die Zeit, in der man noch glücklich mit Hund am Strand spielte, ist auf jeden Fall drin – und das will ja auch schon mal was heißen. Weiterhin singen die selbstgekrönten Internetstars ironisch über das, was gerade so abgeht in der Scène, Essen als Sex des Alters, und geben unumwunden zu, am liebsten an sich selbst zu denken.

Auch wenn der heiser schreiende Gesang auf Dauer manchmal etwas nervt: wir gönnen den Screenshots die 2 Millionen.

Tracklisting

  1. Manchmal
  2. Liebe Grüße an alle
  3. Airbnb
  4. Traume (ft. lgoony)
  5. Walter White ist tot
  6. Snacks
  7. Fur immer niemals da
  8. Die Welt geht noch nicht unter
  9. Wir lieben uns und bauen uns ein Haus
  10. John Mayer
  11. J@@@@@@@

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