The Blaze – Dancehall

In Reviews von Eric

The Blaze wurden als erstes durch ihre Videoclips bekannt, die mit einer eigenen Ästhetik der Bewegung glänzen und Millionen YouTube-Klicks haben. Aber auch ohne die visuelle Unterstützung funktioniert die Musik der Cousins Guillaume und Jonathan Alric auf ihrem Debütalbum „Dancehall“.

Das französische Duo will mit „Dancehall“ kein Musikgenre verstanden wissen, sondern verweist auf die viel ältere Tradition von Hallen, in denen sich die Leute zum Tanzen trafen. Ihre Musik eignet sich eben – siehe ihre Videos – am besten dazu, sich zu ihr zu bewegen. The Blaze schaffen nämlich ihre eigene, upgedatete Version von French House, indem sie die funktionale Popästhetik von Daft Punk mit den mit Hall belegten Gesangs- und Pianolinien des Chicago House und den deepen Beats aktueller Club-Tracks paaren – die Alrics beschränken sich auf das Wesentliche. Doch ihre Stärke, die Zugänglichkeit und Tanzbarkeit, die auch die ruhigeren Stücke wie „Places“ ausstrahlen, ist gleichzeitig auch ihre Schwäche: denn mit ihren gelayerten Drum-Patterns und stoischen Melodielinien gleichen sich die Tracks doch sehr.

Nichtsdestotrotz könnte „Dancehall“ dank seiner Geradlinigkeit und No-Bullshit-Attitüde das Album dieser Saison werden, auf das sich sowohl die Anhänger von mainstreamigerer Dance Music wie Disclosure als auch die Underground-Clubheads einigen können.

Tracklisting

  1. Opening
  2. Heaven
  3. She
  4. Places
  5. Rise
  6. Runaway
  7. Breath
  8. Queens
  9. Faces
  10. Mount

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