Temples – Hot Motion

In Reviews von Eric

Klar, mit Psychedelic-Rock gewinnt man anno 2019 keinen Innovationspreis mehr. Da kommt man rund 50 Jahre zu spät. Aber anders als etwa Tame Impala oder Cairobi, die ihrem Sound geschickt Einflüsse aus anderen Genres zukommen lassen, sind Temples seit ihrem Debütalbum „Sun Structures“ auf einem reinen Nostalgie-Trip.

Das ist auch auf der dritten LP „Hot Motion“ nicht anders. Das Londoner Trio weiß genau, wie es seine Fuzz-Gitarren, seine Hammond-Orgel und seine voluminösen Drums einzusetzen und in ordentlich Hall zu tauchen hat, um die Hörer*innen in ein perfektes Late-60s-Pastiche zu versetzen. Das wirkt sicherlich attraktiv, denn die Briten sind durchaus talentierte Musiker und Songwriter, doch je länger man „Hot Motion“ hört, desto mehr stellt sich die Frage, warum man nicht gleich zu The Doors, The Grateful Dead, Pink Floyd oder Teilen der Beatles-Diskografie greifen sollte. Wer allerdings alten Sound in neuen Songs hören, ein paar Räucherstäbchen anzünden und die Lavalampe einschalten will, der ist bei Temples genau richtig.

Tracklisting

  1. Hot Motion
  2. You’re Either On Something
  3. Holy Horses
  4. The Howl
  5. Context
  6. The Beam
  7. Not Quite The Same
  8. Atomise
  9. It’s All Coming Out
  10. Step Down
  11. Monuments

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