Schramm – Something Smelling Funny

In Reviews von Martina

Was komisch riecht, ist auf dem Bild sichtbar. Dafür kann man hören, dass es gut klingt. Arne Schramm, der sich kurz Schramm nennt, vereint viele gute Elemente wie Indie-Pop, Post-Punk und wavige Sounds in seiner Musik sowie Texten in deutscher und englischer Sprache.

Gleich der Opener „Lies“ der EP „Something Smelling Funny“ lässt die Indie-Pop-Herzen im Takt rhythmisch schlagen. Drogen schmecken nicht, Liebe macht traurig. Ob auf dem Album wirklich alles erstunken und erlogen ist, wie der Künstler selbst behauptet, muss man schließlich glauben.

Aber egal. Fakt ist: ob negative Gefühle, Einsamkeit oder Isolation, jedes Thema wird bei Schramm in gitarrenlastige Melodien verpackt. Antriebssteigernd treibt der Drum-Beat die Songs wie „Nicht Berührt“ dynamisch an. Alles motiviert zum Tanzen. Die Zeit läuft einfach davon, so flüssig wie im Stück „Tage Schmelzen“ wird ein dreiminütiger Song zu einem kurzweiligen Augenblick Musik. Im reduzierten Retro-Klang mit Drumcomputer und Orgel wird „Horny“ ein klangliches Gegenstück, ebenso wie „Move Around“, das sich mit dem Folk nähert.

Bei diesem musikalischen Gleichgewicht beweist der in Berlin lebenden Musiker eine feine Nase und ein gutes Gespür für schöne Musik. Stinken tut am Ende wirklich nichts.

Tracklisting

  1. Lies
  2. [Don’t Call Me Interlude]
  3. Don’t Call Me
  4. Nicht Berührt
  5. Tage Schmelzen
  6. Beckenrand (Vinyl only)
  7. Horny
  8. Nicht Berührt [Demo]
  9. I Summon A Fire
  10. Move Around
  11. …I’m Sleepy When You Ask Me To Go Out