Rüfüs Du Sol – Solace

In Reviews von Eric

Auf ihren ersten beiden Alben zeigten Rüfüs Du Sol, dass catchy Elektropop kein seichter Charts-EDM sein muss, sondern durchaus einfallsreich und deep sein kann. „Solace“, die dritte LP der Australier, sollte sie nun endgültig bei den Massen ankommen lassen. Clever variiert das Trio das Tempo über den Verlauf der neun Tracks und paart dabei eingängige Melodien mit dunklen Deep-House-Parts und verträumten Soundscapes. Die düsteren, introspektiven Lyrics (Kostprobe: „Help me out before I die, save me now before I give up“) heben Rüfüs Du Sol von anderen Kollegen ab, auch wenn der Gesang von Tyrone Lindqvist schmeichelt wie warme Milch mit Honig.

„Treat You Better“ eröffnet mit getragenen Orgelklängen, um dann das Tempo anzuziehen und einen housigen Beat die Führung zu überlassen. Das folgende „Eyes“ setzt verstärkt auf Tanzbarkeit, erinnert mit seinen ätherischen Soundscapes aber auch an Klangkonstrukteure wie Jon Hopkins. Ein überzeugender Start, dennoch kann sich die Band im weiteren Albumverlauf noch steigern, insbesondere im dunkel-treibenden „New Sky“, den hypnotischen Rhythmen (inklusive Chor-Loops) von „Lost In My Mind“ und dem sechseinhalbminütigen Closer, dem lebhaft pulsierenden „Another Life“.

„Solace“ ist der vorläufige Höhepunkt von Rüfüs Du Sols kontinuierlicher Suche nach der perfekten Balance zwischen treibender Dance Music und introspektiver Electronica. Ein Album zum Tanzen genauso wie zum Nachdenken.

Tracklisting

  1. Treat You Better
  2. Eyes
  3. New Sky
  4. Lost in My Mind
  5. No Place
  6. All I’ve Got
  7. Underwater
  8. Solace
  9. Another Life

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