Rue Royale – In Parallel

In Reviews von Eric

Seit über einem Jahrzehnt macht das angloamerikanische Duo Ruth und Brookln Dekker als Rue Royale zusammen Musik. Für sein viertes Album „In Parallel“ versuchte das Ehepaar die widerstreitenden Gefühle über eine immer seltsamere und schwierigere Welt (Trump, Brexit, etc.) einerseits und das Glück über ihre neugeborene Tochter andererseits in Beziehung zu bringen. Dafür legten sie die Songs breiter und mit reichhaltigerer Instrumentierung an, wodurch die Stücke auch emotional satter klingen. Zudem arbeitete Sean Carey (Bon Iver, S. Carey) an der LP mit und „steuerte viele kühne rhythmische Ideen bei, dazu ein paar melodische Schätze auf Klavier und Keyboards“, wie Brookln es beschreibt.

Folk-Songwriting und Americana-Einflüsse bilden das Fundament der Songs, die von Keyboards, Klavier, Gitarren, Bass und Schlagzeug instrumentiert sind. Doch vor allem die letzten beiden treten oft eindringlich hervor und betonen Careys Ansatz, durch vielschichtige Rhythmik Dynamik zu erzeugen. Dazu bewirkt der Gesang, der ein-, zwei- oder sogar dreistimmig vorgetragen wird, Spannung. „In Parallel“ wirkt durch diese Zutaten wie aus einem Guss, Stücke wie „Signs Are All Gone“ und „I Don’t Know What It Is“ könnte man hervorheben, doch „In Parallel“ überzeugt vor allem als Ganzes, durch seine Emotionalität zwischen Melancholie und Hoffnung sowie durch seine melodiös-rhythmische Vielschichtigkeit.

Tracklisting

  1. Introduction
  2. Thrown By The Wind
  3. Signs Are All Gone
  4. Facing Forward
  5. Chip Away
  6. For Which Is Heavy
  7. Spiralling
  8. Why Must I Build
  9. (Parallel) Lines
  10. Eagerly Hunting
  11. The Rain Came And Gave
  12. I Don’t Know What It Is

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