Roosevelt – Young Romance

In Reviews von Andreas

Um es kurz zu machen: „Young Romance“ ist ein großer Schritt in Richtung Pop. Was insofern erstaunlich ist als Marius Lauber aka Roosevelt bereits auf seinem Debütalbum mehr als fest im Popsattel saß und einem die Ohrwurmmelodien im Drei-Minuten-Takt entgegen schleuderte. Allerdings schlichen sich damals noch der eine oder andere, eher in Elektronik-Ästhetik und länger daher kommende Track aus der Vergangenheit mit aufs Album. Fair enough, denn es hat ihm auf keinen Fall geschadet.

Für Album Nummer zwei flog der Kölner über den Atlantik, um in Kalifornien gemeinsam mit Chris Coady (Beach House, Grizzly Bear, TV On The Radio) zwölfmal lupenreinen, leichten und luftigen Pop aufzunehmen. Keine clubkompatiblen fünfminütigen Discotracks mehr, sondern auf Refrains und Hooks fokussierte Songs. Das Roosevelt-typische Band-Setup ist geblieben und gibt den Stücken nochmal mehr Wärme und Elektropop-Homogenität. Und natürlich hat es auch auf „Young Romance“ vor allem die beiden Extreme: Euphorie und Melancholie.

Im direkten Vergleich zum Debütalbum verlieren die neuen Songs zwar minimal, was beim schon damals hohen Niveau mehr als verschmerzbar ist. So bleibt (weiter) zu hoffen, dass der große Durchbruch des Marius Lauber nur noch kurz entfernt ist. Denn – um es kurz zu machen: sein zweites Album beweist erneut und eindrücklich, dass in ihm sehr viel mehr Pop schlummert.

Tracklisting

  1. Take Me Back
  2. Under The Sun
  3. Yr Love
  4. Illusions
  5. Losing Touch
  6. Pangea
  7. Lucia
  8. Better Days
  9. Shadows
  10. Last To Know
  11. Forgive (feat. Washed Out)
  12. Getaway

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