LANY – Malibu Nights

In Reviews von Eric

Ganz schön viel Drama-Gossip im Vorfeld des zweiten LANY-Albums – die Trennung des Frontmanns Paul Jason Klein von Popstar Dua Lipa war Futter für die Klatschspalten. Klein machte daraus nicht nur den Liebeskummer-Song „Thru These Tears“, der als Vorbote der LP erschien, sondern das komplette „Malibu Nights“ ist von Herzschmerz-Themen dominiert.

In den Texten der Stücke geht es um Liebesleid einerseits und Kopf-hoch-Zeilen andererseits, z.B. „I don’t know what she left me for“ und „This hurts like hell but I keep telling myself it’s gonna get better“. Das ist oft Poesie auf Teenager-Tagebuch-Niveau, machen Kleins Gefühlslage aber für jeden, der schon einmal eine schwere Trennung hatte, direkt nachvollziehbar. LANY hört man jedoch weniger für die anspruchsvollen Texte, sondern für die perfekten R’nB-Hooks, die verträumten Synthesizer-Sounds und die groovenden Beats, die im besten Fall einen unmittelbar klickenden Popsong ergeben.

Und mit „Thick And Thin“, „If You See Her“, „Run“ sowie dem Titelstück sind auch einige Heartbreak-Hits vorhanden, auch wenn das Trio im Gegensatz zu seinem Debütalbum das Tempo – dem Thema angemessen – fast komplett im Downtempo-Bereich hält. Wenn man selbst nicht gerade in der Stimmung ist, nervt die Heulerei und das Selbstmitleid Kleins auf Dauer zwar ein bisschen, dennoch ist „Malibu Nights“ ein vorzeigbares Stück zeitgenössischen Hochglanz-Pops geworden.

Tracklisting

  1. Thick And Thin
  2. Taking Me Back
  3. If You See Her
  4. I Don’t Wanna Love You Anymore
  5. Let Me Know
  6. Run
  7. Valentine’s Day
  8. Thru These Tears
  9. Malibu Nights

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