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Release-Datum: 06.02.26
Label: Apollon Records
Format: Album
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Obwohl die 2020 gegründete Band bisher nur eine Handvoll Singles veröffentlichte, die in Norwegen als auch international eine große Radioreichweite erlangten, spielten Poor Bambi in ihrem Heimatland schon zwei Tourneen und bei einigen Festivals mit. Momentan wird die Combo als einer der vielversprechendsten Newcomer Norwegens gehandelt.
Wer es etwas lauter mag, ist bei Poor Bambi gut aufgehoben. Beim Anfang von „Skyscrapers Soaring, Yet We´re Drowning“ vermutet man, dass hier ein knackiges Hardrock-Album vorliegt. Ein bebendes Schlagzeug und schnell gespielte Saiten mit powervollem Frauengesang, der sich wie Pflastersteine zwischen die Instrumente einbetoniert. Gitarren und Drums geben den Ton an und genügen dem Trio für seinen noisigen Sound. Jedenfalls trifft es auf die meisten der zehn Stücke des Debüts zu. Mit „You Were My Lifetime“ wendet sich das Blatt und es wird charmant melodisch, mit schwebend elektronischem Ende. Zum energiegeladenen Spiel passen die aufgebrachten Worte „Why don’t you listen to me?“ im Stück „Let Me Speak“ perfekt.
Zwischen ohrenbetäubendem Getöse inklusive Punkeinlage „This One Is For Free“ überraschen immer wieder melodiöse Stücke, in denen die Instrumente runter gedreht werden. „Turn Back Time“ ist so ein Gegenstück der sanften Klänge, in dem sich die Stimme von Sarah Hestness prinzessinenhaft sensibel verwandelt.
Erneut klingen Poor Bambi überzeugend abwechslungsreich. Zum Schluss zeigen sich die Gitarren bei „I Don’t Want You To Die“ im Vollrausch, bis sie abrupt aufhören und der Gesang milde verstummt.
Tracklisting
- Skyscrapers Soaring, Yet We’re Drowning
- Midtown Madness
- You Were My Lifetime
- Lost in Translation
- Let Me Speak
- This One Is For Free
- Cherry Picking
- Partners in Crime
- Turn Back Time
- I Don’t Want You To Die
