Pippa – Idiotenparadies

In Reviews von Wolf

Ein Jahr nachdem die Wienerin Pippa uns auf ihrem Debutalbum ins „Superland“ entführt hat, um uns ihren persönlichen Fluchtort nahezubringen, legt sie schon eine weitere Platte nach. Diesmal nimmt sie uns mit auf eine Reise ins „Idiotenparadies“.

Wie kürzlich schon Stahlschrank, singt sie in poetischen Texten darüber, wie schön es ist, wenn alles egal ist; oder redet man sich das manchmal nur ein? Genauso wie die Tatsache, dass man gar nicht allein ist. Aber wenn keiner was verfehlt ist ja auch doof.

Klassische Chansons werden von ihr durch Elektronisches, Funk und HipHop aufgebrochen. So hören wir hier den weltweit vermutlich ersten Einsatz von Autotune im Indie-Bereich, der kombiniert mit Videospieleffekten einen wirklich gelungenen Eindruck macht. Nur die Rap-Einlage ist leider leicht daneben, was aber hauptsächlich an den Skills von Feature-Gast Nora Mazu liegt. Herausragend positiv neben der Spur ist auch „Murakami schläft nie“ mit japanisch angelehnten Melodien. Ein musikalisch und textlich gleichzeitig verwirrendes wie witziges Werk, das dem surrealistischen Autor sicher auch gefallen würde.

Wenn man Idiot sein muss, um dieses Paradies zu erkunden, dann ist man das gerne.

Tracklisting

  1. Dystopia
  2. Egal
  3. Murakami schläft nie
  4. Meine Traurigkeit
  5. Idiotenparadies
  6. Warte wieder
  7. Tagada
  8. Wien du machst mich verrückt
  9. Coco Chanel

Leave a Comment