Pillow Queens – In Waiting

In Reviews von Eric

Lieber Bono, wenn du mal Nachhilfeunterricht brauchst, wie man emotional berührende Songs schreibt, ohne dabei den Pathospapst zu geben, wende dich vertrauensvoll an deine irischen Landsfrauen von Pillow Queens!

Das Debüt des Quartetts aus Dublin ist ein Album über die Liebe: Selbstliebe, queere Liebe und die Angst vor dem Versagen in der romantischen Liebe. Und gleichzeitig ist es ein Album – wie der Titel verrät – über das Warten: Warten auf den Sieg von Empathie, Fairness, Wertschätzung und Gleichbehandlung über Hass, Populismus, Ungerechtigkeit und Kapitalismus. Frontfrau Pamela Connolly und Co. bringen ihre Erfahrungen als queere Menschen und ihre Erfahrungen mit der anhaltenden Wohnungskrise in Dublin, die für einige Einwohner*innen zur psychischen Krise geworden ist, anschaulich und bewegend in ihren Texten zum Ausdruck.

Hymnen wie „Holy Show“, „Handsome Wife“, „HowDoILook“ oder „Gay Girls“ werden von klassisch britisch-melodiösem Gitarren-Indierock begleitet, mit Anklängen von Folk, Shoegaze und 90s-BritPop. Dazu trägt Connolly die Lyrics mit der richtigen Mischung aus Rauheit und Kloß im Hals vor, um konstant zu fesseln.

„In Waiting“ ist eine LP, die viele unangenehme Themen anspricht, aber dennoch Trost und Hoffnung spendet.

Tracklisting

  1. Holy Show
  2. Child Of Prague
  3. Handsome Wife
  4. HowDoILook
  5. Liffey
  6. A Dog’s Life
  7. Gay Girls
  8. Harvey
  9. Brothers
  10. Donaghmede

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