Peter Broderick – Blackberry

In Reviews von Wolf

Das nunmehr 21. Album, das Peter Broderick seit 2007 veröffentlicht, startet mit sympathischem Kammgebläse und knuddeligem Gitarrengeklimper. Dazu gibt er simple Hinweise, wie man sich auf ganz einfache Weise ein fröhliches Leben sichert. Da sieht man sofort den witzigen Liederonkel aus dem Kindergarten vor sich und fühlt sich auch direkt hineinversetzt in eine Szene, in der man ihm mit anderen Kindern im Kreis sitzend, am Eis schleckend, zuhört.

Da es aber selbst für ihn nicht so einfach ist, die Tipps aus dem ersten Song immer umzusetzen, geht es in den restlichen Liedern dann doch wieder um die Schwierigkeiten des Lebens, des Aufwachsens, seinen Weg zu finden, mit Leuten klarzukommen, technische Herausforderungen und den Tod.

Auf einem soliden Gerüst aus Country-Folk spielt er gerne mit den Stilen. Mal erinnern dramatische Streicher an The Divine Comedy, dann kommt dank Sarangis ein Hauch von Kula Shaker dazu. Kleine eingebaute Gags wie ein Gespräch über seinen Hintern oder eine sprechende Frucht erleichtern den Umgang mit den sonst textlich recht düsteren Songs.

Bis wir uns am Ende mit „Wild Food“, einem Lernlied über essbare Wildpflanzen, wieder zurück in den Kindergarten begeben und gemütlich dem nächsten Wiesenspaziergang entgegenschunkeln.

Tracklisting

  1. Stop And Listen
  2. But
  3. What Happened To Your Heart
  4. The Niece
  5. Ode To Blackberry
  6. Let It Go
  7. What’s Wrong With A Straight Up Love Song
  8. Wild Food

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