Miles Kane – Don’t Forget Who You Are

In Reviews von Eric

Miles Kane hat für seine 27 Jahre schon ziemlich viel hinter sich. Ein unterschätztes Album mit seiner ersten Band The Rascals. Ein Nummer-eins-Album mit seinem besten Kumpel, Arctic Monkey Alex Turner, als The Last Shadow Puppets. Und ein gelobtes Solodebüt. Ein zweites Album als Solokünstler ist da schon eine ungekannte Konstanz.

Mit „Don’t Forget Who You Are“ knüpft er sogar an den Sound des Erstlings an – 60ies galore. Aber ein gutes Stück glamouröser ist Kane geworden. „Für mich war das Wichtigste, dass an den Songs kein Gramm Fett zu viel ist“, erklärt der Brite. „Sie sollten schlank klingen. Die generelle Vorgabe war – bevor ich mich überhaupt für diesen Rock’n’Roll- und Glamrock-Vibe entschied –, dass die Platte unglaublich direkt klingen soll.“ Und das tut sie auch – nicht zuletzt dank der Produktion von Ian Broudie (Lightning Seeds). Schon im Opener sind T. Rex allgegenwärtig. Gitarren, Drums, Bass, klingen fast wie auf einer Aufnahme von vor 50 Jahren – lange nicht so dick, wie mit heutigen Mitteln möglich wäre. Vielleicht ist deshalb die Energie, die Kane allein auf den ersten drei Songs entfaltet, so unerhört. Nach dem Kinks’esken „Better Than That“ liefert er seinen Beitrag für The Verves „Urban Hymns“ – wäre er damals nur schon alt genug gewesen. Aber dafür kommen wir nun in den Genuss dieser erhabenen, leicht pathetischen Hymne. Lustigerweise ist gerade die Zusammenarbeit mit Modfather Paul Weller, „Fire In My Heart“, mit der schwächste Song auf dem Album. Miles Kane beweist mit diesem Album endgültig, dass er weder einen Turner noch einen Weller braucht, um große Musik abzuliefern. Don’t forget who he is.

Tracklisting

  1. Taking Over
  2. Don´t Forget Who You Are
  3. Better Than That
  4. Out Of Control
  5. Bombshells
  6. Tonight
  7. What Condition Am I In?
  8. Fire In My Heart
  9. You’re Gonna Get It
  10. Give Up
  11. Darkness In Our Hearts

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