Menace Beach – Black Rainbow Sound

In Reviews von Eric

Auf ihren bisherigen beiden Alben schlossen Menace Beach aus Leeds relativ nahtlos an den Indierock-Sound um 1990 herum an – sprich: mit viel Gitarren zwischen Geschrammel und Hall eiferten sie The Jesus And Mary Chain genauso nach wie Pavement oder diversen Shoegaze-Bands. Auf der dritten LP von Ryan Needham und Liza Violet haben nun Synthesizer den Gitarren den Rang abgelaufen bzw. stehen zumindest gleich berechtigt nebeneinander.

Das Geschrammel und den Hall hat das Duo auf „Black Rainbow Sound“ allerdings nicht aufgegeben, ihnen wird nur mit veränderten Mitteln gefrönt. Schlagzeug, Drum-Computer, Synthesizern, Loops und Gitarren-Noise fügen Menace Beach zu dichten LoFi-Instrumentierungen zusammen. Einiges wirkt dabei schräg und schief, und auch der Doppelgesang trifft nicht immer den Ton. Doch hinter der Weirdness, die durch eigenartige Texte noch verstärkt wird, verbergen sich interessante Melodien und ein Händchen für Laut-Leise-Dramaturgien – Anspieltipps: der Titeltrack, „Mutator“ und „(Like) Rainbow Juice“.

Tracklisting

  1. Black Rainbow Sound
  2. Satellite
  3. Crawl In Love
  4. Tongue
  5. Mutator
  6. 8000 Molecules
  7. Hypnotiser Keeps The Ball Rolling
  8. Holy Crow
  9. Watermelon
  10. (Like) Rainbow Juice

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