London Grammar – Truth Is A Beautiful Thing

In Reviews von Eric

Mit ihrem Debütalbum waren London Grammar die Brüder und die Schwester im Geiste von The xx. Ihre Songs waren genauso emotional aufgeladen, aber weniger kristallin arrangiert. In ihrer größeren musikalischen Üppigkeit wirkte die Band aus Nottingham gefälliger, traf aber nicht zuletzt durch den ergreifenden Gesang Hannah Reids genauso ins Herz.

Melancholie und Sehnsucht regieren auch das zweite Album „Truth Is A Beautiful Thing“. Allerdings drehen sich viele Songs nicht wie zu erwarten war um eine (möchtegern-)geliebte Person, sondern Reid kündet vielmehr von der Kämpfen mit sich selbst und der Welt. Die Zweisamkeitsballade gibt es aber mit „Rooting For You“ natürlich trotzdem.

Musikalisch schaffen London Grammar das Kuststück, reduziert und reichhaltig gleichzeitig zu klingen. Das liegt an ihrer speziellen Wall of Sound, die aus einem ständigen Wabern, An- und Abschwellen besteht, in der sich aber bestimmte Instrumente nur schwer identifizieren lassen, außer sie treten so prominent nach vorne wie die Gitarre bei „Big Picture“ oder das Schlagzeug bei „Bones Of Ribbon“. Der Rest ist vage elektronisch dominiert, mit unzähligen Synthesizerflächen, Layern und heruntergepitchten Beats, jedoch „dick“ produziert. Durch die Dichte und die Ähnlichkeit der Stücke stellen sich eine durchgängige Atmosphäre und ein Flow ein. Allerdings bleibt kein Song nach dem Hören wirklich identifizierbar hängen. Ein Album wie ein langsam fließender Fluss im Dämmerlicht.

Tracklisting

  1. Rooting For You
  2. Big Picture
  3. Wild Eyed
  4. Oh Woman Oh Man
  5. Hell To The Liars
  6. Everyone Else
  7. Non Believer
  8. Bones Of Ribbon
  9. Who Am I
  10. Leave The War With Me
  11. Truth Is A Beautiful Thing

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