Lionlion – The Atlas Idea

In Reviews von Eric

Da ich ursprünglich aus Franken komme, habe ich für eine Band aus Nürnberg natürlich erstmal eine gewisse Sympathie. Aber Lionlion aus der Christkindlesmarkt-Stadt haben meinen persönlichen Regionalbonus gar nicht nötig. Denn sie überzeugen musikalisch.

Als melancholischer Indiepoprock lassen sich die Stücke des Debüt-Albums „The Atlas Idea“ wohl am besten kategorisieren. Geschult an der Sensibilität Keanes und den großen Melodien Coldplays gehört das Quartett eher zur „weichen“ Fraktion, entgeht dem Vorwurf der „Weichspüler“ aber durch kleine, verspielte Details. Im Vordergrund stehen meist verträumte Piano/Keyboard-Melodien, die von präzisen Schlagzeug-Motiven unterstützt werden. Dazu kommen dann wahlweise eine treibende E-Gitarre („What Do I Know“), Synthesizer-Gewaber wie im Titeltrack oder Streicher („Options“).

Lionlion haben ihre Musik auf die große Geste angelegt. Und mit ein wenig Glück sollten sie auch eine große Wirkung erzielen können. Das Potenzial haben die Nürnberger jedenfalls.

Tracklisting

  1. High & Low
  2. What Do I Know
  3. Overcloud
  4. The Atlas Idea
  5. Set Me Free
  6. Himalaya
  7. Marathon
  8. Options
  9. Brown Eyes

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