Kings Of Leon – O My Beloved

In Reviews von Eric

Auf ihrer zehnten LP „O My Beloved“ suchen Kings Of Leon nicht den nächsten Stadionrefrain, sondern das Vertraute. Ihr erstmals vollständig selbst produziertes Album kreist um Familie, Erinnerungen und Dankbarkeit. Akustische Gitarren bestimmen die zurückgenommenen Arrangements, die Stimmen von Frontmann Caleb Followill steht stärker im Vordergrund.

Diese konzentrierte, unaufdringliche Herangehensweise funktioniert teils hervorragend wie bei „My Whole World“, einer einnehmenden Ballade, bei der die elektrischen Gitarren nur gezielte Akzente setzen. Manchmal werden die Songs aber zu behaglich bis zur Gleichförmigkeit, statt musikalischer Spannung gibt es „nur“ warmen Klang. „Pretty Thing“ etwa lässt die Grenze zum Kitsch bedenklich dünn werden. Dass es auch anders geht, zeigen „Make It Count“ mit überraschenden Akkordwechseln und einem kantigen Gitarrensolo oder „Feel The Love“ mit lässigem Groove.

„O My Beloved“ ist mehr persönliche Standortbestimmung denn durchgehend packendes Album. Die leisere Ausrichtung ist dabei nicht das Problem an sich, eher das stellenweise Fehlen von Ecken und Kontrasten.

Tracklisting

  1. Intro
  2. My Whole World
  3. Cold Blue Dawn
  4. The Hand
  5. Rose
  6. Make It Count
  7. KOYSAR
  8. Feel The Love
  9. Blue Jeans And Diamonds
  10. Warm Company
  11. Forever Endeavor
  12. Pretty Thing
  13. Get You Down