Editors – Surface, Echo & Sound

In Reviews von Eric

Nachdem auf der Vorgänger-LP noch mit großflächigen Synthesizern und schroffen Industrial-Tönen experimentiert wurde, kehren die Editors auf ihrem achten Album zu ihrem klassischen Klang zurück, der mit „Surface, Echo & Sound“ treffend beschrieben ist: Gitarren, akustische Instrumente und das Zusammenspiel einer Band. Post-Punk und New Wave bleiben das Fundament, werden aber von Akustikgitarren, Mandoline und wärmeren Klangfarben aufgebrochen.

Das bekommt Songs wie „Call It In“ und „The Rush“ ausgesprochen gut: Sie besitzen den vertrauten Editors-Drive, wirken dabei aber luftiger und organischer. „Rescue“ und „Shadow“ zeigen eine nachdenklichere Seite, während das groovende „Much Love“ beweist, dass die Band ihre Vorliebe für große Achtziger-Jahre-Momente keineswegs abgelegt hat. Auffällig ist, wie viel Hoffnung und Wärme sich inzwischen in die notorische Editors-Düsternis mischen, auch der prägnante Bariton-Gesang von Frontmann Tom Smith klingt wärmer als sonst.

Von den ruhigeren Momenten zündet allerdings nicht jeder so gut wie das Titelstück, das auch gut auf Springsteens „Nebraska“ gepasst hätte. Wo die Reduktion eigentlich Intimität erzeugen soll, verliert das Album gelegentlich an Spannung und wirkt etwas zu gesetzt.

Insgesamt weiß „Surface, Echo & Sound“ aber zu überzeugen, weil die Combo aus Birmingham nach über zwei Jahrzehnten wie eine Band klingt, die ihre eigene Vergangenheit akzeptiert und daraus etwas angenehm Unangestrengtes macht.

Tracklisting

  1. Surface, Echo & Sound
  2. Call It In
  3. The Rush
  4. Rescue
  5. Shadow
  6. Real
  7. Happiness
  8. Much Love
  9. Butterfly Wings
  10. Seriously
  11. The Hills We Died Upon