Groove Armada – Edge Of The Horizon

In Reviews von Wolf

Gut zwanzig Jahre ist es nun schon her, dass die Groove Armada sich mit ihrer Single „I See You Baby“ auf die (damals noch vorhandenen) Plattenspieler der Clubs drängte. Und da ging sie erstmal nicht wieder weg. Die folgenden zehn Jahre konnte man sich regelmäßig auf tanzbare Grooves der zwei Cambridger freuen. 2010 lieferten sie mit „Paper Romance“ nochmal einen großen Paukenschlag, bevor sie sich für eine Dekade zurückzogen. Doch die ist jetzt vorbei.

Auf ihrer neuen Platte frönen sie nun offen und ausgiebig ihrer Liebe für die 80er Jahre. Oder zumindest deren Musik in den verschiedensten Facetten. Post-Punk in Art der Talking Heads, kitschiger AOR à la Journey, poppiger Punk im Stil von Chumbawamba oder Soul und Disco ganz allgemein werden hier in modernem Gewand nachproduziert. Daher kann man sich der Musik auch schwer entziehen. Alles klingt irgendwie bekannt, und man muss sich keine Sorgen machen, dass einen etwas Unerwartetes aus der nostalgischen Berieselung reißt. Was ganz schön ist, aber spätestens, wenn sich Tom Findlay mit „I Can Only Miss You“ seine Traumkollaboration mit Prince quasi selbst erfüllt, wirkt das Ganze dann doch schon recht abgekupfert.

Super zum Beinwippen und Fingerschnippen, aber auf die Tanzflächen wird es wohl niemanden ziehen.

Tracklisting

  1. Get Out On The Dancefloor (feat. Nick Littlemore)
  2. Holding Strong
  3. Tripwire (feat. Nick Littlemore)
  4. Don’t Give Up
  5. We’re Free
  6. Edge Of The Horizon
  7. Lover 4 Now (feat. Todd Edwards)
  8. I Can Only Miss You
  9. What Cha Gonna Do With Your Love
  10. Talk Talk
  11. Dance Our Hurt Away

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