Giant Rooks – Rookery

In Reviews von Eric

Kaum zu glauben, dass Giant Rooks jetzt erst ihr Debütalbum veröffentlichen. Doch bedachter, nachhaltiger Karriereaufbau geht dem Quintett aus Hamm über schnellen, kurzfristigen Erfolg. In den fünf Jahren ihres Bestehens hat die Band mehrere Singles und drei EPs veröffentlicht, sich durch extensives Touren eine solide Fan-Basis erspielt, die die größeren Hallen füllte (als das noch möglich war). Und erst jetzt wagen sich Giant Rooks an die erste LP.

Das hört sich alles sehr kalkuliert an (und ist es zu größeren Teilen sicher auch). Das Gleiche ließe sich auch über „Rookery“ sagen, das an einige Stellen so klingt, als habe man nach intensiver Marktforschung die Versatzstücke kombiniert, die beim Mainstream-„Indie“-Publikum am besten ankommen: eingängige Melodien, die Verbindung von jubilierenden Gitarren und leicht verdaulichen elektronischen (Keyboard-)Parts sowie eine treibendes Schlagzeug, zu dessen Rhythmus sich auch ab dem dritten Bier noch tanzen lässt.

Doch am Ende kriegen sie einen doch, mit international anschlussfähigen, groß produzierten Arrangements, catchy Songwriting, der markant-rauen Bariton-Stimme von Sänger Frederik Rabe, die immer wieder mehrstimmig unterstützt wird, und den kleinen, liebevollen Details: die Trompete am Ende von „Heat Up“, die R’n’B-Einflüsse bei „Very Soon You’ll See“, die rollenden Drums bei „Wild Stare“.

„Rookery“ überrascht nicht, wenn man Giant Rooks schon vorher kannte, liefert aber solide ab. Und beim zweiten Album wird sich dann mehr getraut. Steht sicherlich so im Masterplan.

Tracklisting

  1. The Birth Of Worlds
  2. Watershed
  3. Heat Up
  4. Very Soon You’ll See
  5. Rainfalls
  6. Misinterpretations
  7. Silence
  8. What I Know Is All Quicksand
  9. Wild Stare
  10. Head By Head
  11. All We Are
  12. Into Your Arms

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