Giant Rooks – Wild Stare

In Reviews von Eric

Mit nur einer offiziellen EP („New Estate“ von 2017) haben es Giant Rooks geschafft, eine der interessantesten Newcomer-Bands zu werden. Dass sie schon jetzt eine solide Fan-Basis haben, haben die Anfang-20er aus Hamm vor allem ihrem intensiven Touren zu verdanken. Die Band ist viel unterwegs, dennoch haben sie nun eine weitere Platte realisiert – allerdings wieder „nur“ eine EP.

Auf „Wild Stare“ verlässt sich das Quintett auf seine Stärken, sprich melodieseligen Indiepop mit leichtem Folkeinschlag und Wille zur Tanzbarkeit – eine Mischung, die so ähnlich schon The Kooks auf ihrem Debütalbum zelebrierten. Insofern liefern der Titelsong, „100 mg“ und „Went Right Down“ solides Futter für die Fans. Interessanter wird die EP allerdings dort, wo Giant Rooks den bekannten Weg verlassen. Das Interlude „Cara Declares War“ deutet mit Field Recordings und Sprachfetzen schon eine mögliche Richtung an, „King Thinking“ macht es als dramatische, pianolastige Soul-Pop-Ballade nochmal anders.

Das große Pfund der Stücke bleibt weiterhin die markant-raue Bariton-Stimme von Sänger Frederik Rabe, die viel älter klingt, als man es bei einem knapp über 20-Jährigen erwartet. So erinnert der Gesang an Henning May, klingt aber natürlicher und nicht so angestrengt wie beim Annenmaykantereit-Frontmann.

Mit „Wild Stare“ manifestieren Giant Rooks ihren Status als Band to watch. Nun darf aber bald das Debütalbum kommen.

Tracklisting

  1. Wild Stare
  2. Cara Declares War
  3. 100 mg
  4. King Thinking
  5. Went Right Down

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