EMA – Exile In The Outer Ring

In Reviews von Eric

Es brodelt durchgehend unter Oberfläche von Erika M. Andersons alias EMAs drittem Album. Und manchmal, ja manchmal gibt es heftige Ausbrüche. „Exile In The Outer Ring“ ist eine Allegorie auf die politischen und gesellschaftlichen Zustände der USA im Allgemeinen und des Mittleren Westens im Besonderen, Andersons Heimat. Große Wut über den dort immer noch herrschenden Rassismus, die bigotte Bibelgläubigkeit und die Ablehnung alles „Anderen“ und „Fremden“ lassen sich aus den Songs ebenso heraushören wie Empathie für die dort lebenden Abgehängten, die Aufgegebenen, die sich in ihrer Perspektivlosigkeit sich selbst Überlassenen. „I Wanna Destroy“ wiederholt EMA als Mantra im gleichnamigen Stück immer wieder, sie gibt die Sicht verdrogter, mürrischer Außenseiter wieder, die zwischen Hass, Nihilismus und einem letzten Fünkchen Hoffnung pendeln.

Funk, Noise und Pop verbindet EMA zum Soundtrack ihrer Geschichten. Synthie-Sounds, heavy Gitarrenriffs, aber auch catchy Harmonien, die sich in Balladen wie „Down And Out“ genauso vereinen wie in Drone-Stücken wie „Aryan Nation“. Zuhören ist manchmal schwierig, aber weghören noch viel schwieriger. „Exile In The Outer Ring“ ist die treffende Momentaufnahme des Status Quo von Amerika. When there’s nothing left to burn, you have to set yourself on fire.

Tracklisting

  1. 7 Years
  2. Breathalyzer
  3. I Wanna Destroy
  4. Blood And Chalk
  5. Down And Out
  6. Fire Water Air LSD
  7. Aryan Nation
  8. 33 Nihilistic and Female
  9. Receive Love
  10. Always Bleeds
  11. Where The Darkness Began

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