Dream Wife – Dream Wife

In Reviews von Eric

Als Uni-Kunstprojekt gestartet, hat sich die Band Dream Wife für ihre Mitglieder Rakel Mjöll, Alice Go und Bella Podpadec inzwischen zu einem Full-Time-Job entwickelt. Dabei hat das Trio eine klare feministische Agenda, wie schon der Bandname zeigt, der als Kommentar auf die Objektivierung der Frau gedacht ist.

Ihre einfachen, deutlichen Botschaften in den Texten ihres selbstbetitelten Debütalbums, bei denen sich ein feministischer Standpunkt („I am not my body, I am somebody“) und klare erotische Ansagen („Let’s make out, let’s make out. Or are you too shy?“) nicht ausschließen, wird in ein hochgradig energetisches und spaßauslösendes Power-Pop-Punk-Gewand gekleidet. Geschult an The Breeders, The Donnas, Elastica und den Yeah Yeah Yeahs setzen die Londonerinnen auf treibende Gitarrenriffs, peitschendes Schlagzeug und infektiöse Rhythmen. Im Grunde also altbekannt, in der Umsetzung bei „Let’s Make Out“, „Fire“, „Hey Heartbraker“ oder „Taste“ aber genauso kraftvoll wie kurzweilig.

Am Ende wird sogar noch Riot-Grrrl-Attitüde mit den Spice Girls vereint, wenn in der Ätz-Hymne „F.U.U“ auf wiederholtes „I’m gonna fuck you up“ die bekannte Spice-Girls-Zeile „I’ll tell you what I want, what I really, really want. So tell me what you want, what you really, really want“ folgt. Dream Wife wissen nämlich ziemlich genau, was sie wollen und wie sie es umsetzen.

Tracklisting

  1. Let’s Make Out
  2. Somebody
  3. Fire
  4. Hey Heartbreaker
  5. Love Without Reason
  6. Kids
  7. Taste
  8. Act My Age
  9. Right Now
  10. Spend The Night
  11. F.U.U (feat. Fever Dream)