Carnival Youth – Good Luck

In Reviews von Martina

„Good Luck“ heißt das neue Album von Carnival Youth. Etwas Glück hat die lettische Band seit Bandbestehen schon gehabt, denn mit ihrem letzten Album und den vielen Live-Auftritten durch ganz Europa sind die drei keine Unbekannten mehr. Glück haben aber natürlich auch die Menschen, die gute Popmusik mögen und „Good Luck“ für sich entdecken, denn es ist ein Album, auf dem vieles zu erkunden ist und das keinesfalls im Schatten britischer Kollegen steht.

Schon bei „Two Monkeys“ läßt das Trio mit Blasinstrumenten, wabernden Saiten, Trommelwirbel und hochtönigem Gesang seiner Kreativität freien Lauf. So geht es auch weiter, melodischer Einheitsbrei kommt bei den Letten nicht in die Rille. Die Traurigkeit der Welt spielt an einem feierlichen Tag keine Rolle. Genau deshalb wird die Geschichte zum „Birthday“ mit einer fröhlichen Melodie versehen, bei der man den Refrain schon bei der nächsten Wiederholung mitsingen kann. Durch den schön verschrobenen Song „Only The Moon Can See The Sun“ dominieren die Klänge des Synthies. In „Landlord (Die Alone)“ stockt es plötzlich, die Melodie wird in Zeitlupe weitergespielt und mit orchestralen, synthetischen Klängen eingehüllt.

Das sind bisher nur vier von zwölf Stücken, die sich auf dem Album befinden. Würde jeder Track einzeln beurteilt werden, ginge die Beschreibung mit Vielfältigkeit weiter. Carnival Youth verstehen es, ihre Instrumente bunt zu mischen. Vielleicht ein bisschen so, wie es Bands wie Arcade Fire schon gemacht haben. Poppig, oder experimentell wie in „Desktop“, und immer bunt gemischt wie in einem Kaleidoskop schichten sich die Lieder zu einem faszinierenden Gesamtwerk auf.

Tracklisting

  1. Two Monkeys
  2. Birthday
  3. Only The Moon Can See The Sun
  4. Landlord (Die Alone)
  5. Boys Do Cry
  6. Pumpkin Pie
  7. Desktop
  8. Friends
  9. Phantom Planet
  10. Baby
  11. Coral Castle
  12. Side By Side

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