BLVTH – I Don’t Know If I’m Happy

In Reviews von Martina

Bevor sich jemand die Zunge bricht, gibt es zuerst einmal eine Ansage in Sache Aussprache: der Name BLVTH wird einfach Blut ausgesprochen wird. Für Fans von Marteria und Casper ist er allerdings kein Unbekannter, denn an ihren Werken hat der Produzent und Musiker nicht nur mitgearbeitet, sondern auch für die zwei namenhaften Künstler als Support die Shows eröffnet. Sein Gespür für Erfolg bewies der Wahlberliner unlängst auch mit der Zusammenarbeit des Kraftklub-Sängers Felix Kummer.

Nun aber steht die eigene neue Collection, wie der Künstler es bezeichnet, im Vordergrund. „I Don’t Know If I’m Happy“ beinhaltet fünf Songs und nebenbei gibt es noch einen Drop neuer Klamotten, die „BLVTH Couture“ genannt werden. Wir beschränken uns jedoch auf’s Hören, und da ist einiges zusammengekommen, denn jeder Song des Albums trägt seine eigene Handschrift und bekommt von verschiedenen Genres etwas ab. So entsteht elektronische Popmusik mit R&B- und HipHop-Einfluss.

Ein kräftiger Beat und wummernde Bässe untermalen die melancholische Note der eingängigen Melodie des Openers. Die synthetischen Klänge schimmern und flirren sanft oder wuchtig zum tanzbaren Sound, der sich monumental ausbreiten kann. Die Stimme wirkt durch den dezent hallenden Gesang so effektvoll, als wäre sie mit Glanz überzogen. Beim Song „Let Me Down“ werden die Instrumente gedämpft, die Elektronik dezimiert eingesetzt und die Gitarre bekommt eine weise Aufgabe zugeteilt.

Was mächtig beginnt, pendelt sich zum Ende hin in geschmeidiger Vielschichtigkeit aus, so dass am Ende niemand zweifeln muss, ob er glücklich ist.

Tracklisting

  1. I Don’t Know If I’m Happy
  2. No Shame
  3. Domino
  4. Let Me Doen
  5. 2211

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