Alexis Taylor – Beautiful Thing

In Reviews von Eric

Auf seinen Soloalben entfernt sich Alexis Taylor meist ein gutes Stück vom discoiden Sound seiner Hit-Combo Hot Chip, gibt sich meist reduzierter, introvertierter und lässt seine feine, helle Stimme stärker in den Vordergrund treten – auf seinem letzten Solowerk „Piano“ sang er alleine zum Klang jenes Instruments.

Auf seiner aktuellen, vierten LP arbeitet der Brite erstmals mit einem Produzenten zusammen. Tim Goldsworthy, Mitbegründer der Labels Mo‘ Wax und DFA sowie Mitglied der Trip-Hop-Grandseigneurs Unkle, verleiht „Beautiful Thing“ einen pulsierenden, teilweise gar treibenden Sound, der sich von der bisher gekannten Reduktion auf Taylors Soloalben abhebt. Schleicht sich „Dreaming Another Life“ noch mit vorsichtigen Beats an, lässt das folgende „Beautiful Thing“ jegliche Zurückhaltung fahren und erinnert spätestens ab der Mitte des Songs, wenn ein schmissiges House-Piano einsetzt, mehr als nur entfernt an Hot Chip. „Oh Baby“ verbindet auf angenehme Art einen Country-Rhythmus mit clubbigen Elementen. Von der Introspektion verabschiedet sich Taylor aber nicht komplett, etwa bei der traurigen Schlafzimmer-Ballade „Deep Cut“ oder dem Klavierstück „A Hit Song“.

„Beautiful Thing“ ist vom Sound her Taylors Soloalbum, das seiner Stammband am nächsten ist. Durch das Einstreuen von ruhigen, kontemplativen Elementen tritt aber Taylors Songwriting stark genug hervor, um den eigenen Charakter der LP zu unterstreichen.

Tracklisting

  1. Dreaming Another Life
  2. Beautiful Thing
  3. Deep Cut
  4. Roll On Blank Tapes
  5. Suspicious Of Me
  6. A Hit Song
  7. Oh Baby
  8. There’s Nothing To Hide
  9. I Feel You
  10. Out Of Time

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