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Release-Datum: 21.08.26
Label: Domino
Format: Album
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Für ihr neues Album „Materia“ knüpft Julia Holter ausdrücklich an die Vorgänger-LP „Something In The Room She Moves“ von 2024 an; besonders der dort enthaltene Song „Materia“ wird zum Ausgangspunkt eines ganzen Geflechts aus Varianten, Nachbildern und Seitenwegen. Die neue Platte der Kalifornierin behauptet erst gar nicht, alles neu zu erfinden. Sondern sie untersucht, wie viel Veränderung in Wiederholung stecken kann.
Musikalisch bleibt Holter innerhalb jener Koordinaten, die sie seit Jahren unverwechselbar machen: Art-Pop, Kammermusik, Ambient, Jazz-Anklänge und eine traumwandlerische Form des Songwritings. Im Zentrum stehen die beiden neuen Gestalten von „Materia“: „Materia 2“ verwandelt das Ausgangsmaterial in eine halluzinatorische Miniatur aus Drum-Machine, Klarinette, Bass und ineinander verschlungenen Stimmen. „Materia 3“ verlangsamt wiederum die ursprüngliche Aufnahme und besteht praktisch nur aus verfremdetem Gesang und einsamem Klavier.
Klang wird auf diesem 7-Track-Album gedehnt, verschoben, neu zusammengesetzt. „Fantasy“ trägt einen fast tänzerischen Impuls in sich, bleibt aber eigentümlich kontrolliert; „Clepsydra“ erscheint wie ein flüchtiger Gedanke, der schon wieder vorbei ist, bevor man ihn festhalten kann.
Dass diese Platte eher Begleit- als Hauptwerk ist, lässt sich nicht überhören. „Materia“ erreicht nicht die emotionale Wucht und immersive Geschlossenheit von „Something In The Room She Moves“. Manche Passagen bleiben Skizze, mancher Liebreiz wirkt bewusst (?) unterbelichtet. Aber genau darauf scheint Julia Holter hinauszuwollen – die Schönheit des Unfertigen.
Tracklisting
- The Laugh Is in the Eyes
- My Lost One
- Fantasy
- Materia 2
- Clepsydra
- My Twin
- Materia 3
